Samstag, 22. September 2018

Die Ahauser lieben ihr Fanfaren Flammen Feuerwerk. Die letzten Wochen unterstrichen das eindrucksvoll. Dutzende Menschen machten ihrem Ärger, nach der geplanten Absage des Events, über die sozialen Medien Luft. Es hat offenbar was gebracht.

„Es war mir nicht klar, dass es solche Wellen schlägt“, gestand Bürgermeisterin Karola Voß in der letzten Ratssitzung. Denn nicht nur auf Facebook wurde das Thema hitzig diskutiert, auch im Rat ging es hoch her. Aus allen Fraktionen gab es Protest gegen die geplante Absage. Hanne Lange (UWG) wurde gar pathetisch: „Ich bin mit Fanfaren Flammen Feuerwerk groß geworden. Ich will, dass mein Sohn auch damit groß wird.“


Beigeordneter Werner Leuker versuchte die Hintergründe der geplanten Absage zu erklären: „FFF ist eine Traditionsveranstaltung. Aber in 67 Jahren haben sich Stadt, Gesellschaft, Veranstaltungen und die Erwartungen der Menschen verändert.“ Ein gewichtiger Faktor für die Umplanung: das liebe Geld. Dabei geht es nicht nur um das große Feuerwerk, sondern vor allem um das Begleitprogramm zwischen verkaufsoffenem Mantelsonntag und Beginn des Feuerwerks. Nach Angaben der Bürgermeisterin liegen die Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Geld für Feuerwerk ist „eingeplant“

Karola Voß machte aber auch leichte Hoffnung: „Es kann das Feuerwerk geben. Es ist Geld dafür eingeplant.“ Nur das Begleitprogramm werde sicher aus Kostengründen entfallen. Nun überlege man, ob das Feuerwerk an den Mantelsonntag gekoppelt werden muss. Auch die Verknüpfung mit einem anderen Termin steht im Raum. Diese Idee stieß nicht überall auf Gegenliebe.

„Die Gesamtveranstaltung FFF ist ein Erfolg. Nur das Feuerwerk zu verlegen, ist nicht dasselbe“, erklärte Ansgar Reimering (CDU). Die CDU-Fraktion war es auch, die das Thema FFF auf die Tagesordnung gesetzt hatte. In der Kritik stand auch Ahaus Marketing & Touristik. Dietmar Eisele (Die Grünen): „AMT soll lieber über neue Verknüpfungen von Mantelsonntag und FFF nachdenken.“ Andreas Dönnebrink (SPD) hatte schon eine Idee: „Der Mantelsonntag könnte von 16 bis 20 Uhr stattfinden.“ Reinhard Horst (FDP) sieht die Herausforderung, die Zeit zwischen beiden Ereignissen zu überbrücken: „Das könnten doch die Gastronomen als Chance nutzen. Sie sollte man ansprechen, ein tolles Programm zu machen.“

Scharfe Kritik am Informationsfluss

Scharfe Kritik gab es auch von verschiedenen Seiten an der mangelnden Information. Bürgermeisterin Karola Voß sagte zu, die Politiker direkt nach der Sitzung des Gesellschafterausschusses am 21. Juni zu informieren. Das Thema bei der nächsten Sitzung des zuständigen Fachausschusses im Herbst zu diskutieren, wie von der CDU gefordert, käme zu spät. Der nächste Mantelsonntag ist am 7. Oktober

 

 

 

ANZEIGE