Donnerstag, 13. Dezember 2018

Chips, Duschgel, Zahnpasta und andere Kleinigkeiten im Wert von insgesamt rund 14 Euro wollte ein 18-jähriger Ahauser in einem Supermarkt in Gronau mitgehen lassen. Weil er dabei erwischt wurde, muss er jetzt 50 Sozialstunden leisten.

Vor dem Amtsgericht räumte der Ausbildungssuchende ein, die Waren in einer Sporttasche verstaut zu haben – mit dem Plan, sie zu stehlen. „Nachdem ich die Sachen eingesteckt hatte, hat mein Herz aber plötzlich höher geschlagen und ich wollte kneifen und sie zurücklegen“, sagte der 18-Jährige. Da war es allerdings schon zu spät, denn Mitarbeiter des Supermarkts hatten ihn längst auf dem Schirm. Sie hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf.

50 Sozialstunden in drei Monaten


Der Richter bot an, das Verfahren gegen eine Auflage von 50 Sozialstunden einzustellen. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft stimmte zu und auch der Angeklagte akzeptierte.
Sollte er die 50 Sozialstunden nicht binnen drei Monaten ableisten, wird das Verfahren wieder aufgenommen.

„Und dann müssen Sie mit einer förmlichen Verurteilung rechnen“, sagte der Richter – und betonte noch mal: „Es handelt sich in dem Moment um einen Diebstahl, in dem Sie Waren in ein nicht dafür vorgesehenes Behältnis packen mit der Absicht, sie zu stehlen. Zurückstellen reicht dann nicht.“

Robert Wojtasik

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