Dienstag, 25. September 2018

Erneut sind in Deutschland Eier in den Verkauf gekommen, die zu hohe Werte des Pflanzenschutzmittels Fipronil aufweisen. Betroffen sind Eier aus den Niederlanden mit dem Code „0 NL 4031002“. Bereits Anfang 2017 waren Millionen Eier mit zu hohen Fipronil-Werten in den Handel gekommen.

Weil der Grenzwert überschritten wurde, hat das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen fast 100.000 Eier aus einem niederländischen Betrieb aus dem Verkehr gezogen. Aufgefallen war der zu hohe Wert bei einer Untersuchung der Bio-Eier in einer Packstation in Vechta. Das Ministerium hat die Eier vom Markt nehmen lassen.


Rund 73.000 davon sollen in sechs deutschen Bundesländern, darunter auch NRW, in den Handel gelangt sein. Geliefert worden seien die Eier zwischen 17. Mai und 4. Juni. Mittlerweile hat das Ministerium angeordnet, sie aus dem Handel nehmen zu lassen. Wer noch Eier mit entsprechendem Stempel hat, kann sie umtauschen oder zurückgeben.

„Gefährdung unwahrscheinlich“

Der Grenzwert für Fipronil in Eiern liegt bei 0,005 Milligramm pro Kilogramm. Die Eier aus dem niederländischen Betrieb wiesen leicht erhöhte Werte zwischen 0,007 und 0,019 Milligramm auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass „eine gesundheitliche Gefährdung unwahrscheinlich ist.“ Die belasteten Eier müssen dennoch aus dem Verkehr gezogen werden.

Das Biozid Fipronil war bereits Mitte 2017 in die Schlagzeilen geraten. Damals waren Millionen Eier aus Belgien in den Handel gekommen, in denen der Grenzwert um ein vielfaches überschritten war. Damals waren die Messwerte deutlich höher, als beim jetzigen Fund.

Weitere Informationen zu dem Rückruf gibt es bei der Verbraucherzentrale NRW.

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