Montag, 25. März 2019

Die Fastenzeit hat begonnen. Von heute, Aschermittwoch (6. März) bis Ostern (18. April) üben viele Leute den Verzicht – mal mehr, mal weniger radikal. Wir haben für euch aktuelle Trends zusammengestellt. Denn beim Thema „Fasten“ sind die Deutschen kreativ.

Digital Detox

Digital Detox bedeutet so viel wie „digitale Entgiftung“ und ist einer der beliebtesten Fasten-Trends unter Jugendlichen. Wer Digital Detox macht, verzichtet auf einen übermäßigen Smartphone-Konsum und lässt das Handy öfter mal links liegen.

Dabei geht es nicht um den kompletten Verzicht, sondern vielmehr darum, das Smartphone bewusst zu nutzen und so die Umwelt bewusster wahrzunehmen. Diese Apps können dabei helfen:

  • Forest

Wird eine gewisse Zeit lang das Smartphone nicht benutzt, so bekommt der Nutzer mit dieser App einen digitalen Baum. Je nachdem wie lange man durchhält, kann so ein ganzer Wald entstehen, den man mit Freunden teilen kann. Bei übermäßigem Smartphone-Konsum landet man am Ende dagegen in einer kargen Wüstenlandschaft.

  • AppDetox

Diese App hilft dem Nutzer dabei, die Nutzung konkreter Programme zu minimieren. Dafür wird eine Statistik darüber erstellt, wie oft die einzelnen Apps genutzt werden. Im Nachhinein können gewisse Regeln für die Nutzung dieser aufgestellt werden – beispielsweise eine maximale Nutzungszeit oder wie oft die Anwendung in einer Woche geöffnet werden darf.

  • Space

Der Smartphone-Besitzer kann beim erstmaligen Anmelden Angaben zu seinem Nutzungsverhalten machen. Dann kann er eigene Ziele für die Nutzungszeit und die Anzahl der Freischaltungen festlegen.

Lügenfasten

„Dein Essen war so lecker!“ – im Alltag greifen wir immer wieder zu Notlügen. Beim Lügenfasten geht es darum, ganz bewusst die Wahrheit zu sagen. Durch den Verzicht auf Notlügen lernen wir, ehrlicher zu uns selbst und zu anderen zu sein.

„7 Wochen ohne Lügen“ ist das Motto der Fastenaktion der evangelischen Kirche in diesem Jahr.

Plastikfasten oder Müllfasten

Leere Milchtüten, Plastikflaschen oder Süßigkeiten-Verpackungen – es ist erschreckend, wie viel Plastik täglich in unserem Hausmüll landet. Der Verzicht auf Plastik wird in der Fastenzeit immer beliebter. Hier sind einige Tipps für den Anfang:

  • Zum Einkaufen einen Stoffbeutel oder einen Korb mitnehmen. So kann man auf die Plastiktaschen an der Kasse verzichten.
  • Greift lieber zu Mehrwegbehältern statt zu Einwegverpackungen – am besten zu denen aus Glas.
  • Kauft Kosmetikartikel ohne Mikroplastik. Das sind winzige Plastikteilchen, die in Duschgels und Cremes enthalten sind. Der BUND hat einen Einkaufsratgeber veröffentlicht mit Kosmetikartikel, in denen Mikroplastik enthalten ist. Auf diese solltet ihr beim Kauf verzichten.
  • Kauft wenn möglich in Unverpackt-Läden ein. Diese Läden bieten ihre Produkte ganz ohne Verpackung an. Infos zu dem Unverpackt-Laden „Pur“ in Dortmund gibt es hier.

Klimafasten

Klimafasten bedeutet, dass wir unser Leben klimafreundlicher gestalten. Dazu gehört es, mal mit der Bahn statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, beim Einkaufen auf regionale Produkte zurückzugreifen und abends ein Kartenspiel zu spielen, anstatt Serien auf Netflix zu schauen.

Jedes Jahr wandern in Deutschland laut einer WWF-Studie rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die Deutsche Umwelthilfe lädt deshalb gemeinsam mit foodsharing e.V. zum Verschwendungsfasten ein.

Unter diesem Link bekommt ihr Infos, wie ihr weniger Lebensmittel verschwendet. Spezielle Aufgaben sollen den politischen Druck bezüglich Lebensmittelverschwendung auf die Regierung erhöhen sollen.

Konsumfasten

Wir Deutschen leben im Überfluss. Egal worauf wir gerade Lust haben, wir können uns (fast) alles zu jeder Tageszeit besorgen oder bestellen. Beim Konsumfasten geht es darum, auf genau diesen übermäßigen Konsum zu verzichten und 40 Tage lang mal nichts Neues anzuschaffen. Währenddessen bietet sich gleichzeitig an, den Kleiderschrank auszumisten. Minimalismus statt Überfluss ist hier angesagt!

Die Klassiker

Zu den Klassikern gehört in der Fastenzeit der Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch. Dieser Verzicht ist gut für eure Gesundheit und lässt die Winterpolster schmelzen.

Zudem gibt es spezielle Fastenformen, wie das Heilfasten. Welche Varianten es gibt und wie das Heilfasten genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

Aktuelle Top-Themen:

Grundsätzlich geht es während der Fastenzeit aber eigentlich nicht darum nur irgendeinem Trend zu folgen. Vielmehr soll die Fastenzeit als Zeit der Besinnung dienen. Es geht darum, sich in Achtsamkeit zu üben und gewisse Dinge durch den Verzicht bewusster wahrzunehmen.

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