Donnerstag, 21. Februar 2019

Der Zollfahndung Essen ist in Zusammenarbeit mit niederländischen Kollegen ein riesiger Schlag gegen den illegalen Handel mit Drogen im Internet gelungen. Am Freitag (1. Februar) nahmen die Beamten im im Gebiet um die deutsch-niederländische Grenze zwölf mutmaßliche Mitglieder einer Dealer-Gruppe fest. Zwei von ihnen lebten in Gronau.

Es ist eine unglaubliche Menge an Drogen, die die Zollfahndung Essen sichergestellt hat: 40 Kilogramm Amphetamin und ein Kilo Ecstasy-Tabletten fanden die Beamten laut Pressemitteilung in verschiedenen Wohn- und Geschäftsräumen, die eine internationale Gruppe von Dealern für den Drogenhandel genutzt hatte.

Auf die Spur der Dealer war der Zoll gemeinsam mit niederländischen Ermittlern und Europol gekommen. Bereits seit September 2018 hatten die Beamten gegen die 13-köpfige Tätergruppe ermittelt. Am Freitag (1. Februar) schlugen sie schließlich zu.

Drogen-Dealer wurden per Haftbefehl gesucht

An zwei Standorten in Gronau und sieben in den Niederlanden wurden Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Zwölf der insgesamt 13 Bandenmitglieder konnten die Ermittler dabei verhaften. Fünf von ihnen waren vorab schon per Haftbefehl gesucht worden.

Grüne Ecstasy-Tabletten liegen in einem Plastikbeutel. Foto: Zollfahndung Essen.
Rund ein Kilogramm Ecstasy stellte die Zollfahndung Essen bei ihren Durchsuchungen sicher. Foto: Zollfahndung Essen

Als Haupttäter nennt die Zollfahndung ein afghanischer Bruderpaar (27, 31) aus Gronau und einen 33-jährigen Niederländer, der in Enschede lebt. Sie hatten den Rest der Gruppe angeheuert und fast täglich mit Drogenlieferungen beauftragt.

Per Post in die ganze Welt verschickt

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über das Darknet illegal diverse Betäubungsmittel verkauft zu haben. Laut Zollfahndung hatten sie die Waren über die Niederlande nach Deutschland geschmuggelt und von dort aus per Post in die ganze Welt verschickt. Dazu nutzten sie diverse Briefkästen zwischen der Grenze und dem Ruhrgebiet, um möglichst nicht aufzufallen.

Bereits während der Ermittlungen war es den Zollfahndern gelungen, 25 Kilogramm Amphetamin, 1,6 Kilogramm reines MDMA und diverse andere Drogen im Wert von mehr als 400.000 Euro sicherzustellen.

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