Mittwoch, 24. Oktober 2018

Der August ist Sternschnuppenmonat. Während keiner anderen Zeit im Jahr lassen sich mehr Meteore beobachten, als in dem Sommermonat. Die meisten von ihnen kann man in Ahaus in der Nacht von Sonntag (12. August) auf Montag (13. August) beobachten. Dann gibt es einen regelrechten Sternschnuppenregen! Wir sagen euch, wo es sich besonders lohnt, nach oben zu schauen.

„Jetzt darfst du dir was wünschen!“ – Den Satz hört man oft, wenn man die Möglichkeit hatte, eine Sternschnuppe sehen zu können. Warum? Weil man die astronomischen Flitzer nicht immer beobachten kann. Vor allem im Winter sind sie selten am Himmel zu sehen. Im Sommer hingegen – vor allem im August – steigt die Wahrscheinlichkeit. Sie erreicht ihren Höhepunkt zur Mitte des Monats, wenn die sogenannten Perseiden unterwegs sind. Und die sind in diesem besonders gut zu sehen – wegen eines himmlischen Kollegen.

In diesem Jahr besonders gute Sicht auf die Sternschnuppen


Bereits seit Mitte Juli sind die Perseiden schon unterwegs. Insgesamt fliegen sie etwa einen Monat, am 24. August ist dann offiziell Schluss. Der Höhepunkt, an dem das Maximum an Perseiden unterwegs ist, findet in der Nacht vom 12. auf den 13. August statt. Dann treten etwa 100 Sternschnuppen pro Stunde auf.

2018 ist für die Perseiden und deren Beobachter ein besonders gutes Jahr, denn es wird am Himmel einen Störenfried weniger geben. Anders als im Vorjahr ist dieses Jahr Neumond, was bedeutet, dass der Mond mit seiner dünnen Sichel das Naturspektakel nicht mit seinem Licht stören kann.

Mit diesen Tipps habt ihr die beste Sicht auf die kosmischen Flitzer

Wer einen einwandfreien Blick auf das Geschehnis ergattern möchte, sollte ein paar Tipps und Tricks beachten. Zum einen sollte der Beobachtungsort weise gewählt werden. Die meisten Sternschnuppen flitzen während des späten Abends und des frühen Morgens. Ab 10 Uhr abends, wenn es gerade dunkel ist, geht es richtig los. Schluss ist morgens um etwa halb 5 – dann ist es viel zu hell für die Schnuppen.

Zum anderen spielt auch der Beobachtungsort eine entscheidende Rolle. Wichtig bei der Wahl ist hierbei, dass es nicht zu hell ist, denn sonst kann man die Sternschnuppen nicht sehen. Am besten geeignet sind freie Flächen außerhalb der Stadt. Das können Wiesen, Ackerflächen oder auch Lichtungen im Wald sein. Das Wichtigste ist hierbei, dass es dunkel ist. Außerdem gut zu wissen: Es sollte möglichst viel Himmel sichtbar sein. Denn die Perseiden flitzen ziemlich schnell und weit über den Sternenhimmel.

Der Blick sollte zudem nach Nordosten ausgerichtet sein. Warum? Die Perseiden kommen offenbar aus dem Sternbild Perseus, welches gegen 10 Uhr in nordöstlicher Himmelsrichtung aufgeht. Je höher das Bild steht, desto mehr Sternschnuppen sind zu sehen. Deswegen sind die meisten Perseiden auch erst zu später Stunde sichtbar.

Hier könnte man in Ahaus Sternschnuppen sehen

Wir haben einmal uns für euch einmal auf die Suche durch Ahaus begeben und zeigen euch hier exemplarisch eine paar Stellen, die wir euch für die diesjährige Sternschnuppen-Nacht empfehlen. Der Rodelberg in Ahaus mit seinem Aussichtsturm ist mit Sicherheit eine tolle Möglichkeit, genauso wie der Barler Berg, weil man durch die Erhöhungen einen guten Überblick und eine schöne Aussicht hat.

Von hier aus könnte man die Sternenschnuppennacht über Ahaus besonders gut beobachten.  Foto: Hendrik Almering/Ahaus Jetzt
Der Rodelberg in Ahaus ist bestimmt ein guter Ort, um Sternschnuppen zu beobachten. Foto: Hendrik Almering/Ahaus Jetzt

Das Graeser Venn und das Witte Venn in Alstätte sind für Natur-Liebhaber wohl die beste Anlaufstelle in Ahaus für diese Nacht. An der Ammelner Kapelle und in unmittelbarer Umgebung gibt es kaum Lichtverschmutzung, sodass wir euch auch diesen Ort ans Herz legen können.

An der Ammelner Kapelle und in unmittelbarer Umgebung gibt es kaum Lichtverschmutzung. Foto: Hendrik Almering/Ahaus Jetzt

Nicht direkt in Ahaus, sondern eher in der Umgebung, findet ihr weitere gut geeignete Plätze. Zum Beispiel in Ahle bei den Windrädern, wo eine kleine Erhöhung gibt. Ein paar Kilometer weiter außerhalb gäbe es noch den Schöppinger Berg oder auch den Longinusturm in Billerbeck.

Mit Sicherheit gibt es auch noch viele weitere Stellen, die sich prima für die Sternschnuppennacht eignen. Welche Orte in Ahaus und Umgebung würdet ihr empfehlen? Und von wo aus seht ihr euch Sonntagnacht die Sternschnuppen an? Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen! (Mitarbeit: Hendrik Almering)

ANZEIGE