Mittwoch, 24. Oktober 2018

Auf den Spielplätzen in Ahaus kam es in letzter Zeit immer wieder zu bösen Überraschungen: Die Spielstätten waren häufig vermüllt, weil Unbekannte dort wilde Partys gefeiert haben. Doch der Müll ist nicht das einzige Problem: Auch Vandalismus ist auf den Spielplätzen keine Seltenheit.

Ausgelassene Partys gehören in die Disco. In Ahaus feiern Unbekannte immer öfter auf Kinderspielplätzen – Aufräumen und gutes Benehmen gehören aber leider nicht zum Programm. Betroffen sind vor allem der Spielplatz am Rodelberg und der Spielplatz im Schlosspark. Beschädigte Mülleimer, kaputte Spielzeuge und leere Whiskey-Flaschen auf dem Boden – kinderfreundlich sieht anders aus.

Sommerferien sind Hauptsaison für Müll


Es ist schon fast Routine: In den vergangenen Wochen mussten Mitarbeiter des Baubetriebshofs Spielplätze in Ahaus immer häufiger von Müll und Verschmutzung befreien. Wer dahinter steckt, ist jedoch unklar. Marc Frieler, Pressesprecher der Stadt Ahaus, legt eine Verbindung nahe: „Es gibt zwar keine richtigen Anhaltspunkte. Das Wetter und die Ferien lassen jedoch vermuten, dass eher Jugendliche dahinter stecken. Natürlich können es aber auch Ältere sein.“

Doch der Müll ist nicht das einzige Problem am Rodelberg: Erst vor wenigen Tagen haben Unbekannte den Boden eines Müllfangkorbs ausgetreten. Die Müllfangkörbe waren ein Projekt von mehreren Jugendlichen im Rahmen des Jugendhilfeausschusses. Der zerstörte Müllfangkorb stand erst seit ein paar Tagen auf dem Spielplatz.

Die Müllfangkörbe waren ein Projekt einer Jugendgruppe. Foto: Stadt Ahaus

Stadt ist auf Hilfe der Bürger angewiesen

Bereits jetzt kontrollieren die Mitarbeiter des Baubetriebshofs täglich den Spielplatz. In Zukunft könnten die Kontrollen laut Marc Frieler noch verstärkt werden. Außerdem sei die Hilfe der Bevölkerung wichtig: „Wir appellieren an die Bürger, die Polizei zu informieren, wenn sie Beschädigungen beobachten.“

Dabei könnte es so einfach sein. „Am Abend entspannt sitzen und sich zu unterhalten ist ja in Ordnung. Man muss nur danach aufräumen“, erklärt Frieler. An Mülleimern mangelt es jedenfalls nicht.

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