Samstag, 20. Oktober 2018

Der Entwurf des Parkraumkonzeptes wird am Dienstag, 8. Mai, um 18 Uhr im Foyer der Stadthalle der Öffentlichkeit vorgestellt. Darüber hinaus können die Ahauser es vom 7. Mai bis einschließlich 6. Juni über die Webseite der Stadt einsehen. Das Konzept sieht eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren vor.

Das gebührenpflichtige Parken in Ahaus ist zu günstig. So geht es zumindest aus dem Parkraumkonzept des Büros „Planersocietät“ hervor, das in der vergangenen Woche dem Ausschuss vorgestellt wurde und für Diskussionen sorgte. „Gefühlt herrscht in Ahaus immer Parkdruck“, erklärte Diplom-Ingenieur Thomas Mattner dem Ausschuss.


Eine Erkenntnis aus der Erhebung: Von den über 2000 Stellplätzen in der Innenstadt sind durchgehend mindestens 750 frei. „Allerdings wollen alle an der Wallstraße oder auf dem Kirmesplatz parken.“ Da liege daran, dass das Parken auf der Wallstraße zu günstig und auf dem Kirmesplatz komplett frei sei.

Parkdruck soll auf weniger sensible Bereiche gelenkt werden

Die Empfehlung des Büros: Der Parkdruck sollte verstärkt auf weniger sensible Bereiche gelenkt werden. Dazu zählen die Parkbauten und die kostenfreien Parkplätze am Kulturquadrat, auf dem Kirmesplatz und am Friedhof. Zudem sollten die Gebühren für das Parken im öffentlichen Raum höher liegen als für das Parken in Parkbauten.

Vorstellbar sind für die Planer Parkgebühren in Höhe von 70 Cent je Stunde für die Parkbauten und Gebühren von 1,20 Euro je Stunde im öffentlichen Straßenraum, zum Beispiel an der Wallstraße, an der Königstraße, an der Schlossstraße, an der oberen Frauenstraße und Am Schlossgraben. Thomas Mattner: „Wir empfehlen, die Brötchentaste für Kurzzeitparker nur noch als Option für Parkbauten vorzusehen.“

„Parkplatzsituation wird sich verändern“

In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es nun: „Der Bau des Kulturquadrats, die Errichtung des Kaufhauses Berken, die Umgestaltung der Wallstraße und nicht zuletzt Veränderungen der Verkehrssituation im Allgemeinen werden zu Veränderungen der Parkplatzsituation in der Innenstadt führen.

Als Voraussetzung für weitere Überlegungen zur Umgestaltung der Wallstraße ist die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Parkraumkonzeptes erforderlich. Aus diesem Grund hat die Stadt das Fachbüro Planersocietät aus Dortmund mit der Erarbeitung eines innerstädtischen Konzeptes zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs beauftragt.

Wallstraße und Kirmesplatz in Stoßzeiten stark frequentiert

Das Büro führte im Oktober vergangenen Jahres eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation durch, um auf dieser Grundlage Aussagen zum langfristig benötigten Bedarf an Stellplätzen treffen zu können. Als wesentliches Ergebnis dieser Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass einige Parkplätze (zum Beispiel Wallstraße oder Kirmesplatz) zu Stoßzeiten besonders stark nachgefragt werden, während andere innerstädtische Parkplätze (zum Beispiel Tiefgarage Königstraße oder das Parkdeck am Domhof) noch erhebliche Kapazitäten aufweisen.“

In einem Gesamtkonzept seien verschiedene Lösungsansätze erarbeitet worden, um den Parkdruck besser und effizienter lenken zu können. „Hierzu gehören Maßnahmen der Parkraumbewirtschaftung sowie der Lenkung des Parksuchverkehrs über eine entsprechende Beschilderung. Darüber hinaus werden Anregungen zur Optimierung bestehender Stellplatzanlagen gegeben.“

Christian Bödding/Stadt Ahaus

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