Donnerstag, 01. Oktober 2020

In Ahaus gibt es 105 öffentliche Spielplätze. Einige davon sind jedoch nicht mehr zeitgemäß und unattraktiv. Die Stadt hat in der Spielraumplanung jetzt über deren Zukunft entschieden.

  • Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Ahaus hat in seiner letzten Sitzung über die Spielraumplanung 2020-2025 diskutiert.
  • Das Konzept sieht die Abrüstung von 16 Spielplätzen vor.
  • Es sind auch Alternativen geplant – und dafür greift Ahaus tief in den städtischen Geldbeutel.

Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe die Spielplätze in Ahaus und den umliegenden Ortsteilen begutachtet und bewertet. Aus den Ergebnissen sowie der demografischen Entwicklung in der Stadt wurden dann entsprechenden Maßnahmen abgeleitet.

Ahaus plant Abrüstung von Spielplätzen

Zu den geplanten Maßnahmen gehört unter anderem die Abrüstung von insgesamt 16 Spielplätzen. Der Grund: Die betroffenen Spielstätten seien zu klein und aus Sicht der Kinder und Jugendlichen nicht mehr attraktiv genug.

„Sehr viele ähnliche, kleine Spielplätze mit einer Wippe, einer Schaukel und einer Sandkiste sind nicht mehr zeitgemäß“, so
Wilfried Hollekamp, Leiter des Fachbereichs Jugend. Aus diesem Grund werden die Spielgeräte von den Spielplätzen entfernt und Rasen eingesät. Durch die Begrünung werde sichergestellt, dass der Bereich weiterhin als Spielfläche bestehen bleibe – nur eben ohne Schaukel, Wippe und Co.

Zentrale Dorfspielplätze als Alternative

Die Abrüstung der Spielplätze beginnt bereits Anfang März. Unter anderem sind diese Spielstätten davon betroffen:

  • Spielplatz „Alter Garten“
  • Spielplatz „Heinrichstraße“
  • Spielplatz „An der Umflut“
  • Spielplatz „Kreuzkamp“
  • Spielplatz „Gronauer Straße“ in Alstätte
  • Spielplatz „Bokenbusch“ in Alstätte
  • Spielplatz „Up de Bree“ in Graes
  • Spielplätze „Fasanenstraße“, „KAB-Ringstraße“ und
    „Stormstraße“ in Ottenstein
  • Spielplätze „Drosselweg“ und „Vissingenkamp“ in Wüllen

Um den Kindern und Jugendlichen aber nicht komplett den Spaß zu verderben, hat sich der
Jugendhilfeausschuss Alternativen überlegt. Und zwar sollen in den nächsten Jahren sogenannte „Dorfspielplätze“ in den Stadtteilen von Ahaus entstehen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Leuchtturmspielplätze in Ahaus als Vorbild für die neuen Projekte

Angestoßen wurde die Idee der Dorfspielplätze durch die bereits bestehenden Leuchtturmspielplätze in Ahaus. Diese befinden sich im Schlossgarten und im Freizeitgelände Ork. Beide Spielstätten seien regelrechte Magneten für Kinder und Jugendliche. Sie liegen zentral und entsprechen mit ihrer vielseitigen Ausstattung viel eher den Bedürfnissen der Kinder. Die hatte man bei der Planung auch mit einbezogen – ähnlich wie derzeit bei der Gestaltung der Innenstadt von Ahaus.

„Wir wollen die positive Erfahrung der Leuchtturmspielplätze auf die Ortsteile ausdehnen und so weiter qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Spielräume für die Kinder und Jugendlichen in Ahaus bieten“, so Hollekamp.

Ahaus lässt sich neue Spielplätze einiges kosten

Unter anderem ist in Alstätte an der Edith-Stein-Straße, in Graes an der Luterstraße, in Ottenstein an der Straße Am Ölbach, in Wessum auf dem neuen Dorfplatz und in Wüllen auf dem Festplatz in den kommenden Jahren die Errichtung solcher Dorfspielplätze geplant.

Insgesamt will die Stadt Ahaus dafür 500.000 Euro in den nächsten fünf Jahren investieren. Außerdem soll die Umsetzung der Spielplätze teilweise noch in diesem Jahr beginnen. Eine genaue Übersicht zu den verschiedenen Maßnahmen und zu den einzelnen Spielplätzen gibt es hier.

ANZEIGE