Dienstag, 20. Oktober 2020

Die Bezirksregierung Münster hat entschieden. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle dürfen weiter in Ahaus zwischengelagert werden – und das gleich für 37 Jahre. Wie kommt es zu dieser langen Dauer?

Die Bezirksregierung Münster hat der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) und der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH am vergangenen Freitag (10. Juli) eine Genehmigung erteilt. Der Betrieb und die Lagerung darf weitergehen.

Ahaus weiter Zwischenlager für radioaktive Abfälle

Es handelt sich um Abfälle, Reststoffe und Anlageteile mit schwächerer bis mittlerer Radioaktivität – Bauschutt, Kabelreste, Dämmstoffe oder Metallteile aus Betrieb und Rückbau von Atomkraftwerken in Deutschland.

Aktuell entsteht im niedersächsischen Salzgitter das Endlager „Konrad“, wo ab 2027 die Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle beginnt. Bis 2057 ist der Einlagerungsbetrieb dort abgeschlossen. Aus dem Grund sei die Zwischenlagerung in Ahaus für die kommenden 37 Jahre genehmigt worden.

Endlager für radioaktiven Müll wird aktuell gebaut

Der Betreiber müsse vor der Lagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle nachweisen, dass es sich tatsächlich um solche handele.

Nach Informationen der Bezirksregierung ist der Genehmigung ein langes Verfahren vorausgegangen, an dem Anwohner, Umweltverbände und Behörden sowie Gutachter beteiligt gewesen wären.

Es gibt zahlreiche Auflagen zum Schutz von Mensch und Umwelt. Alle Anforderungen seien nach neustem wissenschaftlichen Stand erfüllt. mit dpa-Material

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