Donnerstag, 17. Juni 2021

Neuer Caterer für die Kinder: Die neue Mittagsverpflegung an den städtischen Schulen und Kindertagesstätten startet ab dem Schul- beziehungsweise Kitajahr 2021/2022.

Der Rat hat in seiner letzten Sitzung die Vergabe an einen nicht ortsansässigen Caterer beschlossen.
Spielraum gibt es an dieser Stelle nicht – weder für den Rat noch für die Verwaltung. Vergaberechtliche Regelungen sind streng einzuhalten, um als Stadt nicht angreifbar zu sein.

Übergangsregelung mit regionalem Caterer

Für das vergangene Schuljahr hatte es eine einjährige Übergangsregelung mit einem regionalen Caterer gegeben. Der ursprüngliche Vertragspartner der Stadt beendete – bedingt durch die Coronapandemie – seinen Vertrag vorzeitig.

Die Stadt war verpflichtet, den Auftrag europaweit auszuschreiben. Nach Prüfung aller Kriterien hat das insgesamt wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten. Laut Stadt gehörten zu den Kriterien beispielsweise Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft oder der Einsatz von Lebensmitteln aus ökologischer Produktion.

Standort zählt nicht als Entscheidungskriterium

Auch der Preis für das Essen gehörte zu den Entscheidungskriterien. Vergaberechtlich nicht relevant ist der Sitz eines Unternehmens. Dies wäre wegen des Diskriminierungsverbots eine unzulässige Wettbewerbseinschränkung.

„Selbstverständlich hätten wir uns sehr gefreut, wenn der Auftrag an einen ortsansässigen Unternehmer gegangen wäre – gerade auch, weil es geeignete und gute Unternehmen in Ahaus gibt. Auf der anderen Seite profitieren Unternehmen aus Ahaus oft von Aufträgen weit über die Stadtgrenze von Ahaus hinaus“, so die Bürgermeisterin.

Neuer Caterer ist Bio- und DGE-zertifiziert

Der jetzt vorgesehene Caterer bietet eine eigene Produktionsküche für die Produktionsverfahren „Cook & Chill“ und „Cook & Hold“. Er hat regionale Hauptlieferanten und ist Bio- und DGE-zertifiziert.

Die Zentralküche im Vestert steht als Frisch- und Mischküche sowie als „Regenerierungsküche“ zur Verfügung. Von dort wird an die einzelnen Einrichtungen direkt nach der Fertigstellung der Speisen ausgeliefert. Sobald der Caterer den Auftrag annimmt, wird die praktische Umsetzung zwischen dem Schulträger und der Auftragnehmerin im Detail geklärt.

Die betroffenen Schulen und die Kindertageseinrichtungen, sowie die Eltern und Erziehungsberechtigten werden sodann über die konkrete Umsetzung informiert

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