Mittwoch, 24. Oktober 2018

Fische können unter Wasser atmen – aber auch nur, solange es dort genug Sauerstoff gibt. In immer mehr Gewässern in NRW mangelt es durch die anhaltende Hitze aber genau daran. Die Folge: Fischsterben. Wir haben nachgefragt, wie die Lage in Ahaus aussieht.

Die Hitze reißt und reißt nicht ab. Und so schön die warmen Temperaturen auch sind – die Natur leidet unter dem Wassermangel. Die Bauern kommen mit ihren Futtervorräten bereits an ihre Grenzen. Aber auch dort, wo es eigentlich genügend Wasser geben sollte, droht die Hitze gefährlich zu werden. Denn ganz NRW ist mittlerweile vom Fischsterben bedroht – ausgelöst durch die heißen Temperaturen und den damit verbundenen Mangel an Sauerstoff.

Umweltministerium befürchtet Fischsterben in NRW


In Hamburg ist es bereits passiert: Etliche Fische sind durch die Hitze gestorben. Das Umweltministerium NRW befürchtet, dass die Lage in hiesigen Gewässern bald ebenfalls kritisch wird. Durch die anhaltende Hitzeperiode seien die Temperaturen der Flüsse und Bäche stark gestiegen und die Pegel gesunken, so die Umweltexperten.

„Mit steigenden Wassertemperaturen werden auch Fischbestände an den Rand ihrer Belastbarkeit kommen“, so Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. Denn mit den hohen Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und setzt die Fische weiterem Stress aus. Laub und Schlamm verschlimmern die Lage zusätzlich.

Vereinzeltes Fischsterben in Ahaus

So schlimm wie in Hamburg ist die Situation in Ahaus aber noch nicht. „Bisher sind kleinere Anliegen bekannt geworden“, so der Ahauser Pressesprecher Marc Frieler. Nach einer Rücksprache mit dem Kreisveterinäramt habe die Stadt beschlossen, vorerst nicht einzugreifen. Lediglich lokale Angelvereine haben bereits vereinzelt gefährdete Fische am Regenrückhaltebecken an der Nordtangente und der Aa-Umflut umgesiedelt.

Ein Regenrückhaltebecken ist ein künstlich angelegtes Becken, in dem große Regenmengen vorübergehend gespeichert werden. Danach wird das Wasser verlangsamt in den Entwässerungskanal geleitet.

Weitere Maßnahmen waren laut Frieler bisher noch nicht notwendig. Neben der Umsiedlung verweist das Umweltministerium auch auf die Möglichkeit, Wasser aus Talsperren zuzugeben. „Die Niederschläge im Winter haben die Talsperren des Landes glücklicherweise gut gefüllt“, so Dr. Bottermann.

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