Samstag, 22. September 2018

Ein Selfie hier, ein Schnappschuss dort: Seitdem die Smartphones zur Standardausrüstung eines jeden Ahausers gehören, hat sich das Fotografieren geändert. Zu jederzeit und an jedem Ort können Fotos gemacht werden. An machen Orten braucht es deshalb neue Regeln.

Viele nackte Haut gibt es in jedem Schwimmbad zu sehen. Durch die dauerhaft präsenten Smartphone-Kameras lauert allerdings die Gefahr, Motiv eines ungewünschten, freizügigen Fotos zu werden. Dagegen sind die Betreiber des AquaHaus allerdings schon vor einiger Zeit vorgegangen.


„Wir erlauben das Fotografieren im Schwimmbad. Wir haben aber aufgrund unserer Haus- und Badeordnung die Möglichkeit einzugreifen, wenn Missbrauch betrieben wird“, sagte Franz-Josef Bülter, Betriebsleiter Ahauser Bäder, Anfang der Woche gegenüber der Münsterland Zeitung. Ein generelles Smartphone-Verbot halte er aber nicht für angemessen, da es im Widerspruch zum kostenlosen WLAN stehe: „Das freie WLAN wird ja in erster Linie für Smartphones genutzt und die haben alle eine integrierte Fotokamera.“

Badeordnung setzt klare Grenzen

Punkt sieben der Badeordnung regelt aber ganz genau, was beim Fotografieren erlaubt ist und was nicht. Dort heißt es: „Das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung ist nicht gestattet.“ Außerdem ist generell verboten, unter Wasser zu Fotografieren. „Da gab es in der Vergangenheit schon Beschwerden. Immer mehr Handy sind bis zu einer gewissen Tiefe wasserdicht. Wir können ja unter Wasser nicht kontrollieren, deshalb das Verbot“, so Bülter.

Man habe außerdem ein strenges Auge darauf, ob sich an Punkt sieben der Badeordnung gehalten werde – allerdings ohne es zu übertreiben. Franz-Josef Bülter: „Wir wollen, dass die Gäste sich bei uns wohlfühlen, wir reglementieren wenig. Aber wir schreiten natürlich ein, wenn andere Gäste sich belästigt fühlen.“

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