Montag, 25. März 2019

In Ahaus soll am Samstag (9. März) gegen Atommüll-Transporte und die Lagerung des Mülls im Zwischenlager demonstriert werden. Das kündigt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ (BI) an.

An den Kundgebungen am Rathaus und dem Bahnhof sollen auch Landwirte teilnehmen. Sie rollen laut Ankündigung um 12 Uhr mit Traktoren zur Auftaktkundgebung vor den Bahnhof. Von dort aus ziehen die Demonstranten anschließend zum Rathaus.

Protest gegen Transporte und Endlager

Die Akteure wollen gegen den Transport von Atommüll aus Garching (Bayern) und Jülich sowie „die drohende Umwandlung des Ahauser Zwischenlagers in ein Endlager“ protestieren. Das kündigt die BI in einer Pressemitteilung an.

Die Katastrophe von Fukushima habe verdeutlicht, mit welchen Risiken die Nutzung von Atomenergie verbunden sei. Die BI kündigt zudem Reden und Musik am Rathaus an.

Anschließend fahren die Demonstranten mit Bussen, Fahrrädern und Autos zum Ahauser Atommüll-Lager. Dort sollen schwarze Fahnen aufgestellt werden.

Stadt kündigt Verkehrsprobleme an

Die Stadt rechnet derweil zwischen 11 und 18 Uhr mit starken Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Die Polizei wird in dieser Zeit den Verkehr regeln. Bahnhofs-, Königs- und Wallstraße werden voraussichtlich gesperrt.

Zwischen 11 und 16 werden auch der Busbahnhof und der Kirmesplatz gesperrt, später auch die Schöppinger Straße (L575), teilt die Stadt mit.

Standorte sollen 2020 vorgeschlagen werden

Die bundesweite Suche nach einem Endlager läuft noch bis 2031. Dann soll feststehen, wo der Atommüll bleibt. Behördenvertreter können sich bereits jetzt über das Verfahren informieren.Standorte stehen aber offenbar noch nicht fest. Erst wenn 2020 mögliche Standortregionen vorgeschlagen werden, sollen auch die Bürger beteiligt werden.

Bis schließlich Atommüll eingelagert wird, dauert es noch: Das soll frühestens 2050 der Fall sein.

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