Sonntag, 07. März 2021

Gerade Kinder freuen sich Enten und Schwäne beim Spaziergang mit Gebäck zu locken. Dass man damit aber Umwelt und Tier schadet, ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Die Stadt Ahaus möchte daher noch einmal darauf aufmerksam machen, die Teichbewohner nicht zu füttern.

Tiere und Wasserqualität leiden

„Enten und Gänse finden in den Parks eigentlich genügend Nahrung. Brot oder sogar Gebäck ist für die Wasservögel ungesund, denn es quillt im Magen auf und enthält zu viel Salz und Zucker. Wenn verschimmeltes Brot verfüttert wird, erkranken Vögel und Fische“, so Bernd Sundermann, Leiter des städtischen Baubetriebshofes.

Wer Wasservögel füttert, behindere die natürliche Nahrungsaufnahme der Tiere und begünstige damit eine Überpopulation. Doch auch die Wasserqualität leide unter der Fütterung, sagt Sundermann.

Gebäck schadet auch den Fischen

Nicht gefressenes Brot sinkt zu Boden und wird dort unter hohem Verbrauch an Sauerstoff abgebaut. Dies führt dazu, dass Fische ersticken. Durch den Sauerstoffmangel sterben auch kleine Tiere wie Schnecken oder Würmer. Damit geht ein Teil der natürlichen Nahrungsgrundlage von Vögeln und Fischen verloren.

Futterautomaten für Ahaus

Ein Schild an der Schlossgräfte in Ahaus soll darauf hinweisen, warum Füttern für Enten und Gewässer schädlich ist. Für die Zukunft sind spezielle Futterautomaten in Überlegung.

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