Mittwoch, 23. Januar 2019

Im Kampf gegen die Lagerung von Atommüll in Ahaus bekommt die Stadt jetzt Unterstützung von ihrer niederländischen Nachbargemeinde.

So hat laut Stadt Ahaus der Haaksbergener Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. November 2018 eine Resolution gegen den Transport und die Lagerung von Atommüll in Ahaus verabschiedet.

Diese wurde jetzt an die Stadt Ahaus, die Verwaltung der EUREGIO, die Regio Twente, die Veiligheidsregio Twente, die niederländische Regierung sowie an das zuständige Ministerium des Landes NRW, das zuständige Bundesministerium und an die Bundesregierung weitergeleitet.

Haaksbergen unterstützt Ahaus

Der Rat der Gemeinde Haaksbergen teilt darin mit, dass die Bemühungen der Stadt Ahaus, die Gesundheit und Sicherheit der Einwohner von Ahaus, Haaksbergen und der Region durch eine Verhinderung von weiteren Transporten von radioaktivem Material nach Ahaus zu schützen, unterstützt werden.

Zum Hintergrund: 2019 soll erstmals ein Castor-Transport vom Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München ins Zwischenlager Ahaus rollen. Der Castorbehälter mit abgebrannten Brennelementen solle voraussichtlich frühestens Mitte nächsten Jahres auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden, sagte eine Sprecherin der Technischen Universität München (TUM) bereits im August dieses Jahres. Die Lagerung in Ahaus sei Teil der Betriebsgenehmigung von 2003.

Doch auch in Ahaus selbst regt sich Protest. So will unter anderem die Initiative „Kein Atommüll in Ahaus“ die Lagerung des Atommülls in Ahaus verhindern.

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