Dienstag, 21. Mai 2019

Seit 1990 gibt in in Ahaus ein AtommüllLager. Bis 2020 sollen dort unter anderem schwach- und mittelradioaktive Abfälle lagern. Doch nun wurde eine Einlagerungsgenehmigung bis 2057 beantragt.

Das Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Atommüll-Lagerung in Ahaus kommt voran. Wie der WDR berichtet hat die Bezirksregierung Münster die Antragsunterlagen jetzt öffentlich ausgelegt. Danach will die Betreiberfirma schwach- und mittelradioaktive Abfälle bis Ende 2057 in dem Atommüll-Lager in Ahaus lagern.

Antragsunterlagen im Ahauser Rathaus zur Einsicht

Bislang ist es laut der Bürgerinitiative offiziell ein Zwischenlager, wo radioaktive Stoffe lagern. Eigentlich dürfen Abfälle mit einer hohen Radioaktivität nur bis 2036 in Ahaus bleiben, mit schwacher und mittlerer Strahlung sogar nur bis 2020. Doch wie es aussieht, wird der Atommüll dort weitaus länger lagern.

Die Unterlagen zur geplanten Verlängerung der Einlagerung für weniger radioaktiven Müll sind nun bis zum 6. März bei der Bezirksregierung und im Ahauser Rathaus zur Einsicht ausgelegt. Während dieser Zeit können auch Einwendungen gegen das Vorhaben vorgebracht werden.

Bürgerinitiative kündigt Protest an

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ habe laut WDR bereits Protest angekündigt. Sollte die beantragte Genehmigung erteilt werden, wolle sie auf jeden Fall dagegen klagen.

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