Montag, 21. September 2020

Wird Ahaus bald zu einem Jahrhundertlager für Atommüll? Diese Befürchtung teilten die Redner auf der Protestkundgebung am Sonntag (16. August) in Ahaus.

Etwas mehr als 50 Menschen versammelten sich an diesem Tag, um an dem Aufruf der Bürgerinitiative ,,Kein Atommüll in Ahaus“ teilzunehmen.

Genehmigung zur Lagerung verlängert

Laut Felix Ruwe, Sprecher der Bürgerinitiative, gebe es für diese Annahme mehrere Hinweise: Die gerade erteilte Verlängerung der Genehmigung zur Lagerung von radioaktivem Müll bis 2075, sei nur der Anfang, sagt Ruwe. Er ergänzte außerdem, dass der Platz im Schacht Konrad den Mengen an Atommülll nicht gewachsen wäre. Die Reste würden dann in Ahaus liegen bleiben.

Ahaus als Jahrhundertlager für Atommüll

Noch gravierender sieht die Bürgerinitiative allerdings die Bekanntmachung der Betreibergesellschaft BGZ an. Demnach wird über eine Verlängerung der Zwischenlagerung gesprochen. Zusammen mit den Umlagerungen in das Atommüll-Endlager, könne dies bis zum nächsten Jahrhundert andauern, so die Bürgerinitiative.

Der Rat entscheidet über das Klageverfahre

Ihre Hoffnung liegt jetzt beim Rat. Der müsse entscheiden, das Klageverfahren gegen die jetzt erfolgte Genehmigung der Bezirksregierung durchzuziehen. Das gehe aber nur, wenn die Chance auf Erfolg bestehe, so die Bürgerinitiative. Sie kündigten ihrerseits weitere Protestaktionen in den kommenden Wochen an.

ANZEIGE