Dienstag, 25. September 2018

Gestern (13. September) stellte die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ die sogenannte „Ahauser Erklärung“ vor. Damit wollen die Teilnehmer Unterschriften gegen das Atommüll-Lager protestieren.

Fleißig Unterschriften sammeln müssen die Teilnehmer der Initiative „Kein Atommüll in Ahaus“ nun, nachdem sie eine Erklärung zu der Atommüll-Problematik in der Stadt veröffentlicht haben.


Und das ist das Problem: Der radioaktive Abfall soll länger in Ahaus bleiben, als bislang vermutet.

Worum geht es genau?

Seit 1990 existiert ein Atommüll-Lager. Bislang ist es laut der Bürgerinitiative offiziell ein Zwischenlager, wo radioaktive Stoffe lagern. Eigentlich dürfen Abfälle mit einer hohen Radioaktivität nur bis 2036 in Ahaus bleiben, mit schwacher und mittlerer Strahlung sogar nur bis 2020. Doch es besteht der Verdacht, dass der Atommüll dort weitaus länger lagern muss: der schwache Atommüll soll sogar ohne zeitliche Begrenzung in Ahaus bleiben. Damit würde die Stadt zum Endlager werden. Außerdem soll nächstes Jahr noch mehr radioaktiver Müll kommen, wie beispielsweise 152 Castor-Transporte mit Brennelementen aus Jülich.

Was ist die Ahauser Erklärung?

In der besagten Erklärung geht es darum, dass hoch radioaktive, abgebrannte Brennelemente von Garching aus nach Ahaus transportiert werden sollen. Die Erklärung richtet sich aber auch allgemein gegen die Verschiebung von Atommüll, die als Lösung für einen Atomausstieg gelten soll. Dagegen möchte die Bürgerinitiative Unterschriften sammeln.

Was fordert die Initiative?

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll für Ahaus“ hat in der Erklärung eine Liste mit Forderungen erstellt. Dazu gehört beispielsweise der Bau einer erdbebensichere Lagerhalle in Jülich. Zudem soll das Material für Atomwaffen in Garching bei München bleiben und nicht nach Ahaus transportiert werden. Außerdem soll es keine weiteren Atommüll-Transporte in die Stadt geben und die Fristen zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle sollen eingehalten werden.

 

 

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