Mittwoch, 24. Oktober 2018

Die Gewalt bei Einsätzen gegen die Polizei ist seit Jahren hoch. Immer wieder werden die Beamten dabei mit verschiedensten Körperflüssigkeiten bespuckt. Die Gewerkschaft der Polizei NRW fordert jetzt Spuckschutzmasken für jeden Streifenwagen.

Wie die Gewerkschaft der Polizei jetzt gegenüber Bild.de berichtet, haben es die Beamten immer wieder mit Spuckattacken zu tun. „Einem Kollegen wurde beim Sprechen ein Gemisch aus Blut und Speichel in den Mund gespuckt“, sagt Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegenüber der Bild.

Spuckschutzmasken für jeden Streifenwagen


Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft der Polizei  für jeden Streifenwagen in NRW sogenannten Spuckschutzmasken. Die sind nicht etwa zum Überstreifen für die Polizisten gedacht, sondern für Menschen, die Gewalt gegen die Beamten anwenden. Speichel und andere Körpersäfte würden dann im Idealfall in der Maske hängen bleiben.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert Spuckschutzmasken für Polizisten. Foto: Atelier Liemann/Stadtlohn
Die Gewerkschaft der Polizei fordert Spuckschutzmasken für Polizisten. Foto: Atelier Liemann/Stadtlohn

Laut Mertens könnte man durch die Masken „ganz normal“ atmen. 50.000 Euro sollen dafür an Kosten entstehen.

Vergleich mit Guantanamo

Gewerkschafter und Personalräte fordern schon seit Längerem einen besseren Schutz der Beamten vor diese Art von Attacken. Häufig litten sie wochenlang unter der Ungewissheit einer Infektion mit einer durch Körperflüssigkeiten übertragbaren Krankheit. Zudem gäbe es längere Perioden wiederkehrender Untersuchungen.

In Bremen gibt es die Masken bereits. Ganz unumstritten sind sie aber nicht. Kritiker vergleichen die Masken-Methode mit denen in Guantanamo.

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