Sonntag, 18. August 2019

Das Gespräch bricht ab. Es rauscht und knistert. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass man mal wieder in einem Funkloch gelandet ist. Und davon gibt es viele in Deutschland. Nicht so in Ahaus – Seit Mittwoch ist die Stadt mit Mobilfunk versorgt.

Das Funkloch in Ahaus gehört der Vergangenheit an.

Seit Mittwoch (7. August) können Anwohner in hoher Qualität telefonieren. Im Herbst vergangenen Jahres präsentierte die Bundesregierung die neue Funkloch-App: Bürger konnten per Smartphone melden, wenn sie in ein Funkloch geraten waren. Auf einer Landkarte wurde die Stelle weiß markiert – in Ahaus war es lange Zeit besonders farblos.

Neuer LTE-Mast in Ahaus

Jetzt sollen die Zeiten von schlechtem Empfang und langsamem Internet vorbei sein. Die Telekom hat in Ahaus einen neuen LTE-Funkmast gebaut – und damit das Ende der Funkloch-Ära eingeläutet.

„Jeder will überall schnelles Netz“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland. Mit dem Ausbau der Mobilfunk-Standorte durch das Telekommunikationsunternehmen soll das den Bürgern ermöglicht werden. So auch den Anwohnern in Ahaus.

Schnelles Internet war Teil des Etat-Entwurfs der Stadt Ahaus

Bereits im Januar hatte Bürgermeisterin Karola Voß angekündigt, dass sie in diesem Jahr in den Breitbandausbau investieren wolle. Fünf Millionen hatte sie für schnelleres Internet eingeplant.

Der neue LTE-Funkmast ist ein erster Schritt in dieser Richtung und eine Maßnahme für das künftige 5G-Netz. Der Ausbau der neuen Mobilfunk-Generation beginnt bereits in einigen Regionen in Deutschland und löst den bisherigen Mobilfunkstandard LTE ab. Dieses Netz können bereits 98 Prozent der Bevölkerung nutzen, so Goldenits.

Damit gehört Ahaus wohl zu den Nachzüglern in Sachen schnelles Internet. Im Gegensatz zur Digitalisierung im Klassenzimmer: Hier ist die Stadt Ahaus besonders gut aufgestellt. Alle Schulen sind mit einer schnellen Internetverbindung ausgestattet. Und damit liegt Ahaus im NRW-Vergleich weit vorne.

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