Donnerstag, 13. Dezember 2018

Die afrikanische Schweinepest wurde im September 2018 erstmals in Belgien festgestellt. Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen könnte das Virus auch nach Nordrhein-Westfalen kommen. Für die Landwirtschaft wäre das eine Katastrophe.

Wie die Rheinische Post berichtet, sind die Fälle in Belgien nur etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt aufgetreten.


Das NRW-Umweltministerium hat deshalb schon im September Vorkehrungen getroffen, wie im Falle des Ausbruchs der afrikanischen Schweinepest mit der Seuche umzugehen sei.

Afrikanische Schweinepest hoch ansteckend für Wild- und Hausschweine

Das Problem: Die Krankheit ist hoch ansteckend und breitet sich wahnsinnig schnell aus. Und das sowohl bei Wild- als auch bei Hausschweinen.

In den meisten Fällen verläuft die Seuche tödlich, bislang gibt es keine Impfung dagegen. Ein Ausbruch könnte also große wirtschaftliche Folgen für die Landwirte haben.

Wie Wilhelm Hellmanns, Vorsitzende der Kreisbauernschaft in Geldern, der Rheinischen Post sagte, würde im Falle eines Falles ein Exportstopp für das heimische Schweinefleisch verhängt werden. Im schlimmsten Falle entstünde so ein Schaden von zwei Milliarden Euro.

NRW-Landkreise haben schon den Krisenfall geprobt

Wenn ein befallenes Wildschwein gefunden wird, muss der Fundort in einem Radius von zehn Kilometern umzäunt werden, so der Landwirt gegenüber der RP.

Alle Wildschweine innerhalb dieses Kreises müssen erlegt werden. In Belgien gibt es dadurch bereits ein Seuchengebiet von 630 Quadratkilometern.

In Deutschland wurde der Ernstfall schon im Sommer trainiert. Der Kreis Recklinghausen und der Rheinisch Bergische Kreis haben gemeinsam mit dem Umweltministerium und weiteren amtlichen Stellen eine Krisenübung durchgeführt.

Dabei ging es vor allem darum, mögliche infizierte Wildschweinkadaver zu bergen und die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

Für Menschen ist die afrikanische Schweinepest übrigens ungefährlich.

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