Donnerstag, 13. Dezember 2018

In Belgien ist bei tot aufgefundenen Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) entdeckt worden. Die Kreisveterinärbehörde rät Tierhaltern, Jägern und Tierärzten zu größter Aufmerksamkeit. Auch das Umweltministerium hat bereits reagiert und eine Sonderarbeitsgruppe einberufen.

Pest ist eine mögliche Gefahr für Hausschweine

Noch ist die Schweineseuche nicht bis nach Ahaus gekommen. Doch das könnte nur eine Frage der Zeit sein. Die Afrikanische Schweinepest ist nicht nur eine große Gefahr für die Wildschweine, sondern auch für das Hausschwein. Im März hatte sich die Kreisjägerschaft zuletzt bei ihrer Mitgliederversammlung über das Problem ausgetauscht.


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit.

Die Schweinepest wird durch direkten Kontakt von Tier zu Tier (z. B. im Stall, auf Transporten sowie bei offenen Haltungsformen auch durch direkten und indirekten Kontakt von Wildschwein zu Hausschwein) übertragen. Das Virus wird u.a. über Speichel, Urin, Kot oder Sperma ausgeschieden, hohe Virus-Konzentrationen sind besonders in Blut und Gewebe zu finden.

Auch der Mensch kann nach Kontakt zu infizierten Tieren, z. B. über schmutzige Hände, das Virus übertragen. Virusbehaftete Kleidung, Gegenstände, Futtermittel, Schlacht- und Speiseabfälle, Gülle/Mist oder Fahrzeuge können ebenso das Virus weitertragen.

In Ahaus gibt es viele Wildschweine, die für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ein großes Problem darstellen könnten Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild

Kommt die Seuche von Polen nach Deutschland?

Die Schweinepest ist ein anhaltendes Problem. Bisher gibt es zwar kaum Fälle in Deutschland. Aber in Polen ist die Seuche auf dem Vormarsch – in Belgien anscheinend auch. Die Afrikanische Schweinepest ist nur für Schweine gefährlich. Der Mensch und auch Hunde, Katzen oder andere Haustiere haben nichts zu befürchten.

Das Umweltministerium ruft dazu auf, Funde von toten Wildscheinen sofort zu melden. Wer ein totes Wildschwein findet wird gebeten, unter der Telefonnummer 0201 / 714488 oder per Mail an nbz@lanuv.nrw.de Bescheid zu geben. Die Bereitschaftszentrale des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) kümmert sich zusammen mit den Kommunen um die schnelle Sicherung und Untersuchung des Wildschweins.

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