Donnerstag, 17. Juni 2021

Die Stadt Ahaus wird sich aus dem NRW-Projekt „Modellkommune“ zurückziehen. Darauf hat sich die städtische Arbeitsgruppe nach intensiven Gesprächen geeinigt.

Die Stadt Ahaus wurde Anfang April zur „Modellstadt“ auserwählt. Unter dem Motto #digitalvscorona erklärte das Land, digitale Ideen und Innovationen auf lokaler Ebene nutzen und erproben zu wollen. Im Anschluss sollten dann die gewonnenen Erfahrungen mit wissenschaftlicher Begleitung auf andere Kommunen übertragen werden.

Idee der Modellstadt nicht mehr sinnvoll

Der frühestmögliche Starttermin am 19. April war dabei von Anfang an keine gesetzte Marke. Denn die 7-Tage-Inzidenz des Kreises Borken musste zunächst für mindestens eine Woche unterhalb des Grenzwertes von 100 liegen.

Hinzu kam jetzt die Ankündigung durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Öffnung der Außengastronomie in Kürze, die eine Modellzone unattraktiv machen würde.

Niederländische Inzidenzwert ist zu hoch

Außerdem war in der vergangenen Woche die Information des Landes hinzugekommen, dass das Modell erst starten könne, wenn nicht nur die Inzidenz im Kreis Borken unter 100 liegt, sondern auch die der angrenzenden Niederlande den Wert von 200 (Hochinzidenzgebiet) nicht mehr überschreitet.

Die Stadt Ahaus teilt mit, dass es am Ende nicht ein einzelner Knackpunkt war, der dazu führte, das Projekt zu beenden, sondern die Summe von Kompromissen, die eine Weiterführung der Idee nicht mehr sinnvoll machten.

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