Mittwoch, 15. August 2018

Was haben Düsseldorf, Dortmund, Hannover und Bielefeld gemeinsam? – Das Public Viewing wurde gestrichen. Vor allem die verschärften Sicherheitsauflagen machen es für die Veranstalter nur noch wenig attraktiv. Umso erfreulicher, dass Ahaus sich wieder auf die StattArena auf dem Oldenkottplatz freuen darf. Doch auch hier wappnet man sich für das Worst-Case-Szenario.

„Es gibt keinerlei Hinweise auf terroristische Anschläge“, beruhigt die Polizei die Bewohner des gesamten Kreises Borken. Dennoch hat sie alle Public-Viewing-Veranstalter und Städte dazu aufgefordert, auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Der Grund: Man müsse immer von einer „abstrakten Gefahr“ ausgehen. Die Polizei regt deshalb an, technische Sperren an den betreffenden Orten zu errichten. Dem kommt die Stadt Ahaus nun nach, wie Hans-Georg Althoff, Erster Beigeordneter der Stadt, auf Anfrage von AHAUS.jetzt erklärte.


Man habe sich dazu entschlossen, mit tonnenschweren Wassertanks die Zufahrten zum Oldenkott zu versperren. Damit soll verhindert werden, dass ein Fahrzeug – wie in Nizza, Berlin oder zuletzt Münster geschehen – in die Menschenmenge fahren kann. „Wir halten natürlich die Wege für Rettungskräfte frei. Durch die labyrinthartige Anordnung der Tanks wird es aber unmöglich, Geschwindigkeit mit einem Wagen aufzunehmen“, so Althoff. Er betont aber ausdrücklich, dass es keinen Grund zur Sorge gebe. „Wir wollen mit der Maßnahme vor allem das Sicherheitsgefühl der Menschen vergrößern.“

Sicherheitskonzept ähnlich wie bei EM 2016

Keinen Anlass zur Veränderung gibt es für Stadt und Veranstalter Tobit Software bei den restlichen Aspekten des Sicherheitskonzepts. „Wir werden es ähnlich handhaben wie bei der Europameisterschaft 2016. Es wird bei Deutschland-Spielen Zugangskontrollen an allen Eingängen geben und die maximale Besucherzahl liegt hier bei 3000 Personen“, sagte Hans-Georg Althoff. Die Polizei wird die Sicherheitskräfte vom Veranstalter mit einer „angemessenen Anzahl“ vor Ort unterstützen.

 

 

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