Sonntag, 24. Juni 2018

Der Eichenprozessionsspinner hat sich seinen Weg zurück nach Ahaus gebahnt. Das bestätigte die Stadtverwaltung am gestrigen Montag auf Anfrage der Münsterland Zeitung. In der Stellungnahme ist von einem „vermehrten Aufkommen“ die Rede.

Im Details geht es um 16 Fälle, in denen die gefährliche Raupenart 2018 gemeldet wurde. Teilweise wurde nur ein Baum befallen, manchmal gleich mehrere. Deshalb sei es aktuell noch nicht möglich, die genaue Anzahl der befallenen Bäume zu nennen, so Marc Frieler von der Stadt Ahaus gegenüber der MLZ. Auch im Rest des Kreises Borken wurden wieder vermehrt Fälle gemeldet.


Bereits im vergangenen Jahr hatte die Raupe des Eichenprozessionsspinners in der Region für viel Unruhe gesorgt. Auch Ahaus war damals betroffen. In diesem Jahr war man deshalb besser vorbereitet und betrieb bereits präventive Maßnahmen. „Ein von der Stadt beauftragtes Fachunternehmen begann schon im April mit der vorbeugenden Behandlung der Bäume, ganz besonders im Bereich von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und stark frequentierten Stellen wie Radwegen und Gehwegen“, so Frieler zur MLZ.

Kammerjäger rufen

Man wolle kein Risiko an Stellen eingehen, an denen es zu Berührung zwischen Mensch und Raupe kommen könnte. Denn: Der direkte Kontakt der Nesselhaare des Eichenprozessionsspinners löst beim Menschen eine starke allergische Reaktion aus. Verantwortlich ist dafür das Nesselgift in den sehr feinen Brennhaaren. Experten warnen davor, die weißen spinnennetzartigen Gespinste selbst zu entfernen und empfehlen, umgehend den Kammerjäger zu rufen.

Wer als Ahauser einen Eichenprozessionsspinner entdecken sollte, kann es über das Anliegenportal „Sag´s uns Ahaus“ oder direkt dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung melden.

ANZEIGE