Donnerstag, 16. August 2018

In Ammeloe waren in der Nacht zu Samstag (28. Juli) ungefähr 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie bekämpften das Feuer, das in einer Scheune ausgebrochen war. Im angrenzenden Wohnhaus war ein Junge alleine zuhause. Er konnte sich in letzter Sekunde retten.

Wie die Feuerwehr Vreden berichtet, ging der Notruf in der Nacht zu Samstag (28. Juli) um 0.44 Uhr ein. Im Außenbereich von Ammeloe brannte es. „Da man schon auf der Anfahrt einen Großbrand erkennen konnte, wurde direkt der komplette Löschzug Vreden und im weiteren Einsatzverlauf der Löschzug Alstätte und die Brandweer Eibergen hinzugerufen“, berichtet die Feuerwehr Vreden.


Auf einem Hof stand eine Scheune mit Pferdestall, Schoppe und Tenne lichterloh in Flammen. Es war laut Feuerwehr zunächst unklar, ob sich im direkt angrenzenden Wohnhaus noch Personen befanden. Im Wohnhaus lebt eine vierköpfige Familie, von der nur ein Junge im Teenageralter zu Hause war. Er konnte sich gerade noch rechtzeitig aus dem Wohnhaus retten. Der Junge wurde Huckepack genommen und in Sicherheit gebracht, weil die Rasenfläche vor dem Haus auch schon brannte.

Zwei Pferde starben in den Flammen

„Worte können kaum wohl den Moment beschreiben, als er wenig später unversehrt von seiner erleichterten Familie in Empfang genommen werden konnte“, berichtet die Feuerwehr. Im Anschluss kümmerten sich der Rettungsdienst und die Nachbarn um die geschockten Familienmitglieder. Für zwei Pferde, die sich im Stall befanden, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie verendeten im Feuer.

Weil keine Personen mehr gefährdet und die Pferde nicht zu retten waren, konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Vor allem weil die Scheune direkt mit dem Wohnbereich verbunden ist, lag dieser Einsatzabschnitt besonders im Fokus.

Die Küche ist laut Feuerwehr größtenteils zerstört worden, aber zumindest konnte der Großteil des Wohnhauses gehalten werden, sodass der Familie wenigstens ihre persönlichen Gegenstände erhalten bleiben. Dennoch ist der Wohnbereich zunächst wohl unbewohnbar.

Rund um die ganze Scheune bauten die Löschzüge C-Rohre auf, um von allen Seiten den Brand zu bekämpfen. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und kontrollierten den Wohnbereich. Die Drehleiter der Feuerwehr Vreden wurde in Stellung gebracht, damit der Brand auch von oben gelöscht werden konnte.

Giebel stürzte ein

Die Einsatzkräfte durften zu Beginn wegen der akuten Einsturzgefahr dem Gebäude nicht zu nahe kommen. Der Giebel der Scheune stürzte schließlich ein und fiel auf ein parkendes Auto.

Die Löschwasserversorgung erwies sich laut Feuerwehr als äußerst schwierig, da die Leitungen im Außenbereich wegen der anhaltenden Hitze nicht die gewünschte Menge Wasser führen und so ständig Probleme mit Druckschwankungen entstanden. Aus diesem Grund wurde auch die Brandweer Eibergen mit einem großen Tanklöschfahrzeug zur Einsatzstelle beordert.

Umliegende Landwirte boten Hilfe mit wassergefüllten Güllefässern an, die auch teilweise in Anspruch genommen wurden. Der Kreisbrandmeister Johannes Thesing wurde ebenfalls zur Einsatzstelle gerufen, um sich ein Bild von den Löscharbeiten und der Zusammenarbeit vier verschiedener Löschzüge zu machen.

Einsatz zog sich bis in den frühen Morgen

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, konnte nach und nach die Zahl der Einsatzkräfte reduziert werden. Ein Abrissunternehmer kam mit einem Bagger zur Einsatzstelle und begann damit Teile der Scheune abzutragen, damit die Feuerwehr auch die letzten Glutnester ablöschen konnte. Das Brandgut wurde auseinandergezogen und abgelöscht. Diese Arbeiten zogen sich noch bis in die frühen Morgenstunden.

Da auch bei diesem Brand die Ursache unklar ist, ermittelt die Kriminalpolizei.

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