Sonntag, 24. Juni 2018

Auf Anregung der SPD-Fraktion hat das Dortmunder Büro Grünplan für die Stadt Ahaus ein „Grün- und Freiraumkonzept“ erarbeitet. Dessen zentraler Baustein ist ein rund zehn Kilometer langer „Grüner Ring“ um die Stadt, entlang der Ahauser Aa und der Aa-Umflut. Ansätze wie beispielsweise die Promenade im Jutequartier sind vorhanden. Ziel- und Ausgangspunkt ist der rund acht Hektar große Schlossgarten.

 

Schwerpunkträume


Zum „Grünen Ring“ gehören fünf Schwerpunkträume. Die Waldlandschaft Riddebrock ist durchzogen von Trampelpfaden und von den nördlichen Wohnsiedlungen schnell erreichbar. Die Aa-Umflut ist ein grüner Pufferraum zwischen Wessum und Ahaus. Ein durchgehender Fuß- und Radweg ist vorhanden. Ebenfalls im Fokus: die Sport- und Freizeitanlagen an der Ork, das Kalkloch Wüllen sowie der Waldbestand am Krankenhaus.

 

Grün braucht Pflege

Die angemessene Pflege der Grünflächen muss sichergestellt sein, schreibt das Büro Grünplan. Dazu gehört zum Beispiel ein angepasstes Pflegekonzept für die unterschiedlichen Grünflächentypen. Vorstellbar sind Pflege-Patenschaften von Bürgern für kleinere Grünanlagen. Die Abfallentsorgung könnte durch geschlossene Mülkorbe und die Reduzierung der Aufstellorte optimiert werden.

Die Grafik zeigt, dass der „grüne Ring“ die Ahauser Innenstadt nahezu vollständig umschließen soll. Grafik: Land NRW

 

Einheitliche Gestaltung

Um den Grünen Ring als solchen erkennbar zu machen, sprechen sich die Planer für eine durchgehende Markierung und einheitliche Gestaltung aus. An wichtigen Kreuzungen und Brücken könnte zum Beispiel die Geschlitzblättrige Erle als Leitmotiv gepflanzt werden. Ebenfalls wünschenswert: eine einheitliche Möblierung, eine möglichst einheitliche Wegeoberfläche und eine barrierefreie Wegeführung.

Kernstadtbereich

Im Kernstadtbereich, der vom Adenauerring, der Fuistingstraße und der Parallelstraße umschlossen wird, ist nur ein geringer Bestand an öffentlichem Grün vorhanden. Die Planer schlagen den Ausbau der Aa-Promenade zwischen Bahnhof und Schlossgarten vor. An der Bahnhofstraße sollten Bäume gepflanzt werden, ebenso zwischen Scharfland und Schlossstraße sowie zwischen Adenauerring und Wessumer Straße.

 

Schlossgarten

Zentraler Ankerpunkt ist der Schlossgarten. Das Potenzial des Ensembles aus Schloss, Gräften, Teich und Parkanlage mit altem und seltenem Baumbestand wird aber noch nicht ausreichend ausgeschöpft, sagen die Planer. Die Parkeingänge sollten stärker betont werden. Die Parkdecks nördlich des Schlosses sind laut Alexander Quante vom Büro Grünplan „ein Schandfleck in diesem Bereich.“

 

Christian Bödding

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