Donnerstag, 16. August 2018

Es ist der Supersommer schlechthin. Seit Tagen bringen uns Temperaturen über 30 Grad zum schwitzen. Man möchte meinen, dass nur noch ein Gedanke zählt: Ab ins Freibad. Doch rekordverdächtig ist dieser Sommer für die Ahausener Freibäder noch nicht.

Im Vergleich zu letztem Jahr strömen die Besucher nur so in das Aquahaus und das Freibad Alstätte. In beiden Bädern verzeichnet Schwimmmeister Franz-Josef Bülter seit Beginn der Saison ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit dem letzten „Jahrhundertsommer“ wäre aber noch kein Rekord gebrochen. „An die Zahlen von 2003 kommen wir nicht ran“, so Bülter.

Die große Konkurrenz: Gartenpools


Dennoch, im Aquahaus gab es seit Saisonbeginn schon fast 20.000 Besucher mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das ist eine Steigerung um gut 42 Prozent. Im Freibad Alstätte kamen fast 7.000 Menschen mehr in das Freibad um zu planschen und zu schwimmen. In dem kleinen Bad ist das eine Steigerung um gute 55 Prozent. Und trotzdem: Kein Rekord. Trotz Hitze. Warum ist das so?

„Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich einfach verändert.“ So erklärt Bülter das Phänomen. Es gibt immer mehr unterschiedliche Angebote, die untereinander konkurrieren. Außerdem hätten gerade die Kinder auch einfach weniger Freizeit.

Und ein weiterer überraschender Fakt schmälert die Besucherzahlen: „Es gab noch nie so viele günstige Gartenpools“, weiß Bülter. Würde man sich Luftaufnahmen der Region ansehen, sei er sich sicher, man könne in jedem zweiten Garten den blauen Fleck eines Pools entdecken.

Pommeskonsum steigt

Allerdings, Rekord hin oder her, es sind immer noch sehr, sehr viele Menschen, die in diesen Tagen in die Freibäder strömen. Für den Schwimmmeister bedeutet das vor allem einen vergrößerten logistischen Aufwand. Damit auch kein Badegast im Getümmel in Not gerät, halten im Moment sechs anstatt drei bis vier Aufsichtskräfte Wache. Der Lieferant, der den Kiosk mit Pommes versorgt, hat mitunter Lieferschwierigkeiten. Und auch der Wasserverbrauch ist um etwa ein Drittel gestiegen.

Einen überraschenden Fakt erwähnt der Schwimmeister dann noch am Rande: Angenehme 26 Grad hat das Wasser in den Außenbecken zur Zeit. Die Sonne schenkt uns das perfekte Sommer-Feeling. Doch wo drängeln sich die Badegäste stattdessen? Im Hallenbad.

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