Freitag, 20. Juli 2018

Die Flüge sind günstiger, das Traumferienhaus gibt es nur zwei Tage vor den Ferien, die Autobahnen sind einfach noch nicht so voll: Es gibt bestimmt viele Gründe, die Ferien um ein oder zwei Tage zu verlängern. Doch es drohen Strafen. Für Schulschwänzer kann das richtig teuer werden.

Immer wieder passiert es. Kurz vor den Ferien fehlen Kinder in der Schule. Ohne Entschuldigung. Das kann für Schulschwänzer teuer werden. Für das Land Nordrhein-Westfalen gibt es für alle Regierungsbezirke klare Regeln. Ein unentschuldigter Tag kostet 80 Euro – pro Schulkind, pro Elternteil. Eine vierköpfige Familie müsste also 320 Euro für einen unentschuldigten Tag zahlen.

Es kann auch teurer werden


„Die Kollegen entscheiden da je nach Härtegrad. Es kann günstiger, aber auch teurer werden“, sagt Andreas Winnemöller von der Pressestelle der Bezirksregierung Münster. Im ganzen Regierungsbezirk ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg bei unentschuldigter Ferienverlängerung zu erkennen. Waren es im Jahr 2015 noch 52 Verfahren gegen Schulschwänzer-Familien, schossen die Zahlen 2016 (84 Verfahren) und 2017 (104 Verfahren) in die Höhe.

Der Trend geht zur unentschuldigten Ferienverlängerung

Im ganzen Jahr 2017 gab es insgesamt 1.200 Verfahren in ganz NRW. Die Schulleitungen sind aufgefordert, Krankmeldungen vor Ferienbeginn oder nach Ferienende zu hinterfragen. Im Zweifel muss ein Attest her. Wie der WDR berichtete, sind sogar Kontrollen an Flughäfen möglich. Ein Sprecher der Bundespolizeidirektion in Dortmund sagte gegenüber dem WDR, dass es zwar nicht die Hauptaufgabe sei, aber Eltern mit schulpflichtigen Kindern trotzdem an Flughäfen kontrolliert werden könnten.

ANZEIGE