Samstag, 26. Mai 2018

Das Projekt „Lernen und Gestalten“, dem sich die Rotarier angenommen haben, sorgt schon jetzt für eine Aufbruchstimmung im ostafrikanischen Somaliland. Koordiniert wird es vom Ahauser Zahnarzt Martin ten Winkel.

Vier Rotary Clubs im Münsterland wollen beim Wiederaufbau von zwei technischen Instituten in Somaliland helfen. Federführend ist der Rotary Club Gronau-Euregio, die Koordination übernimmt der Rotarier und Ahauser Zahnarzt Martin ten Winkel. „Für den Antrag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) braucht es eine übergeordnete Organisationsstruktur wie die unsrige im Rotary Deutschland Gemeindienst sowie einen erfahrenen Projektleiter“, erklärt ten Winkel.


Mittlerweile sei die Teambildung in Somaliland und bei den internationalen Partnern abgeschlossen. Eine Finanzierung der notwendigen 1,1 Millionen US-Dollar erscheine möglich. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass das BMZ unserem Antrag zustimmen wird. Es geht um nichts anderes, als den Jugendlichen in Somaliland eine Perspektive und somit eine Bleibemöglichkeit anzubieten.“

Suche nach qualifizierten Handwerkern und Technikern

Für den Wiederaufbau des Landes werden qualifizierte Handwerker und auch Techniker und Ingenieure dringend benötigt. Beide Ausbildungswege sollen in den wiederaufzubauenden technischen Instituten angeboten werden. Omar Hussein, ein Somalier, der in Gronau als Lehrer lebt, und Martin ten Winkel sind in dieser Woche nach Hargeisa, die Hauptstadt Somalilands, geflogen, um sich mit Vertretern der Regierung als auch der ausgesuchten Organisation Candlelight zu treffen.

„Es geht im Wesentlichen um Vereinbarungen über die Aufgabenverteilung und eine Absichtserklärung in schriftlicher Form, bevor wir Rotarier eine Vorabanfrage für ein Projekt in 2019 beim BMZ einreichen“, sagte Martin ten Winkel vor der Abreise. Letztlich gehe es darum, verlässliche, gut vernetzte und kompetente Partner vor Ort einzubinden. „Wir hoffen, dass wir diese Verträge aushandeln und mitbringen können nach Deutschland, um fortzufahren.“

Schritt für Schritt will der Somalier Omar Hussein gemeinsam mit den vier münsterländischen Rotary Clubs Coesfeld, Stadtlohn Hamaland, Gronau-Euregio und Rheine seinen Traum in Somaliland verwirklichen. Jetzt heiße es „Daumen drücken“ für die anstehende Mission. „Wir werden natürlich über das in Somaliland Erreichte berichten“, versprach ten Winkel.

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