Freitag, 20. Juli 2018

Eine Familientragödie hat am Wochenende Ahaus erschüttert. Ein 62-jähriger Mann war am Sonntagmorgen gegen 11.10 Uhr von Anwohnern am Bispinckplatz leblos aufgefunden worden. In der Wohnung des Mannes entdeckte die Polizei dann die Leiche seines Sohnes. Für die Staatsanwaltschaft ist die Lage eindeutig.

Bereits am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Münster in Person von Martin Botzenhardt erklärt, dass es keine Anhaltspunkte gebe, dass ein „unbekannter Dritter involviert“ sei. Dies bekräftigte sein Amtskollege Stefan Lechtape auch am Dienstag auf Anfrage von AHAUS.jetzt.


„Es wird zwar noch ermittelt, aber es handelt sich eindeutig um einen erweiterten Suizid“, so Oberstaatsanwalt. Dies gehe aus dem Abschiedsbrief des 62-jährigen Mannes eindeutig hervor. Auch die Ergebnisse der Spurensicherung stimmen mit dieser Version überein. Die weiteren Ermittlungen dienen ausschließlich dem Zweck, die Hintergründe und das Motiv der Tat aufzudecken.

Aufzeichnungen in der Wohnung

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Vaters hatte die Polizei nicht nur den Leichnam seines Sohnes gefunden, sondern auch „Aufzeichnungen, nach denen der Vaters aus dem Leben scheiden wollte“, sagte Martin Botzenhardt am Montag gegenüber der Münsterland Zeitung. Er sprach deshalb von einem „tragischen Ereignis innerhalb der Familie“.

Nach Informationen der Bild-Zeitung lebten Vater und Son gemeinsam in der Wohnung und hatten schon länger Streit. Aus Rücksicht auf die Familie der Angehörigen werden wir aber darauf verzichten, an weiteren Spekulationen teilzunehmen und Gerüchte zu streuen.

Der Pressekodex sieht vor, dass über Suizide zurückhaltend berichtet wird. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Sollten Sie Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der sich das Leben nehmen will, dann wenden Sie sich bitte an die kostenlose Telefonseelsorge unter (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 116 123.

 

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