Mittwoch, 15. August 2018

Mit der Sonne in diesen Tagen kommt das Essen im Freien – und das Geld für die Stadt Ahaus. Denn dafür, dass ihre Gäste beim Kaffee oder Bier die Sonne genießen dürfen, müssen die Gastronomen häufig in die Tasche greifen.

Sie ist wieder da: die Sonne. Am diesem Wochenende soll es in Ahaus bis zu 25 Grad Celsius warm werden. Das warme Wetter lockt die Menschen nicht nur aus den Häusern, sondern auch in zahlreiche Restaurants und Gaststätten in Ahaus. Ob in die Eisdiele, für ein kühles Bier oder zum Mittagessen. Ein Tisch? Bitte draußen.


Doch dafür, dass ihre Gäste ihr Essen im Freien genießen können, müssen Gastwirte häufig zahlen. Denn Gastronomen, die Stühle und Tische auf öffentlichen Flächen aufstellen, räumt die Stadt auf Antrag eine sogenannte Sondernutzungserlaubnis ein.

Quadratmeterpreis richtet sich nach Lage

Der Preis pro Quadratmeter richtet sich nach der Lage. So wurde es im Ahauser Ortsrecht 2009 festgelegt. Die Unterschiede sind dabei signifikant. Während in der Fußgängerzone zwei Euro monatlich pro Quadratmeter fällig werden, sind es im erweiterten Innenstadtbereich nur 60 Cent für die selbe Fläche. In allen übrigen Bereichen sogar nur 20 Cent.

Aktuell haben neun Gastronomen eine solche Sondernutzungsgenehmigung von der Stadt Ahaus erhalten. Die jährlichen Einnahmen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 4362 Euro inklusive der verschiedenen Eisdielen, aber ohne die Bäckereien.

Gebühren im Vergleich zu anderen Kommunen im Rahmen

Keine Sondernutzungserlaubnis brauchen natürlich die Gastronomen, bei denen der Außenbereich vor der Immobilie zum eigenen Grundstück gehört. In diesem Fall kann der Bereich immer gebührenfrei genutzt werden.

Die Gebühren, die die Stadt Ahaus erhebt und einnimmt, sind allerdings im Vergleich zu anderen Städten verhältnismäßig gering. Haltern am See erhebt beispielsweise vier Euro pro Quadratmeter – unabhängig von der Lage. Das ist vor allem durch den hohen touristischen Andrang zu erklären. Die Einnahmen dort beliefen sich 2017 auf stolze 26.300 Euro bei gleich 36 Gastronomen mit Sondernutzungserlaubnis.

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