Mittwoch, 15. August 2018

Der Rat hat die Namensänderung des Ahauser Stadtpark-Stadions in Augenklinik Ahaus Arena zwar offiziell noch nicht abgesegnet, aber das ist nur noch eine Formalie. Bereits am heutigen Freitag wurden die Verträge unterzeichnet. Die Laufzeit und die Dotierung können sich sehen lassen.

Zu Beginn der Verhandlungen zwischen Eintracht Ahaus und der Augenklinik Ahaus ging es eigentlich nur um ein kleineres Engagement für den Verein. Doch je länger die beiden Parteien am Verhandlungstisch saßen, desto mehr kristallisierte sich eine größere Zusammenarbeit heraus. „Wir haben gesehen, dass die Chemie stimmt und beide Seiten davon profitieren können“, schildert Ralf Brüning, zweiter Vorsitzender von Eintracht Ahaus, den Prozess.


Nach der Unterzeichnung des Vertrages am heutigen Freitag sprechen beide Seiten von einer Win-Win-Situation. „Wir freuen uns, einen innovativen und lokalen Sponsor an Land gezogen zu haben“, so Brüning. „Jetzt haben wir Planungssicherheit für die nächsten Jahre“. Auf der anderen Seite zeigen sich auch dr. med. Matthias Gerl und Dr. med. Florian Kretz zufrieden. „Wir möchten vor allem den Nachwuchs fördern. Und der Traditionsverein Eintracht Ahaus passt da perfekt zu unserem Traditionsunternehmen“, so Matthias Gerl.

Hauptsponsor und Namensrechte

Die Laufzeit der Verträge beträgt zehn Jahre. Eintracht Ahaus erhält jährlich 25.000 Euro. Allerdings nicht nur für die Namensrechte des Stadions, wie Stefan Kappenstiel vom Verein betont. „Von den 25.000 Euro pro Jahr sind 10.000 Euro für die Rechte am Stadionnamen. Die Augenklinik Ahaus wird zudem Trikotsponsor der ersten Seniorenmannschaft und der F-Jugend.“ Letzteres auf ausdrücklichen Wunsch von Florian Kretz.

„Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass Kinder, die sich viel im Freien bewegen, deutlich seltener an Kurzsichtigkeit leiden. Aktuelle Studien sprechen von 50 Prozent“, erklärt Kretz. Deshalb wolle man bereits in ganz jungen Jahren mit der Förderung anfangen. Sein Augenarzt-Kollege Matthias Gerl sieht aber nicht nur diesen Vorteil: „Die Stärkung von Teamfähigkeit ist für den Mannschaftssport und auch für das spätere Berufsleben enorm wichtig.“

Umstrukturierung im Verein

Verstärkt den Fokus auf die Jugend legen, wird auch der Verein Eintracht Ahaus. Damit wird eine Etatverschiebung vom Senioren- zum Juniorenbereich einhergehen. „Zukünftig werden wir noch mehr auf Eigengewächse setzen. Durch das Sponsoring ist es uns möglich, in Zukunft nur noch lizenzierte Jugendtrainer zu engagieren“, sagt Ralf Brüning.

Doch auch andere – im wortwörtlichsten Sinne – Baustellen müssen noch angegangen werden. Für den neuen Kabinentrakt muss Eintracht Ahaus einen Eigenanteil in Höhe von 70.000 Euro stemmen. Auch deshalb versichert Brüning: „Von dem Geld werden wir sicher keinen neuen Mittelstürmer kaufen.“

Die Verantwortlichen beider Parteien nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: Johannes Schmittmann

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