Freitag, 20. Juli 2018

Insgesamt 84 Bäume sollen nach einem einstimmigen Beschluss von Februar 2018 gefällt werden. Auch die UWG hatte damals zugestimmt. Inzwischen gab es allerdings heftige Kritik – man sei nicht vernünftig informiert worden. Nun rudert die UWG zurück. 

Nach der Kritik gegen den Ratsbeschluss rudert die UWG nun zurück. Am Mittwoch sprach sich die UWG-Fraktion in einer Stellungnahme gegen die Baumfällungen an der Gesamtschule aus und fühlte sich nur unzureichend informiert. UWG-Mitglied Felix Ruwe sprach davon, dass der Beschluss zur Neugestaltung der Außenanlagen an der Gesamtschule von der Verwaltung irreführend vorbereitet worden sei.


„Es wurden keine Angaben zu Baumfällungen in dieser Größenordnung gemacht. Nicht gekennzeichnet waren Bäume, die gefällt werden sollen. Die Zustimmung zur Planung war unter dem Vorbehalt gegeben, dass keine Bäume gefällt werden“, schrieb er in der Stellungnahme.

Nun rudert die UWG zurück

Wie Felix Ruwe gegenüber der Münsterlandzeitung am Donnerstag (28. Juni) sagte, habe sich das Wort „irreführend“ in der Stellungnahme auf die von der Verwaltung vorgelegten Pläne bezogen. Die, so Ruwe, seien zu klein. Ruwe gab zu, dass er hätte genauer nachfragen müssen, wo laut Beschluss an der Schule die Bäume gefällt werden sollten. Ihm ging es zudem in erster Linie um die Bäume an der Gaststätte „Am Schulzenbusch“, die einen großen Teil des Biergartens verlieren würde.

Felix Ruwe und auch sein UWG-Mitstreiter (und Ratsherr) Andreas Beckers kritisieren allerdings den Umgang des Rates mit kritischen Äußerungen. Gegenüber der Münsterlandzeitung sagte Ruwe angesprochen auf die Frage, ob er sich mehr hätte informieren sollen: „Im Rat heißt es dann meist: Das haben wir doch schon im Fachausschuss besprochen.“

Andreas Beckers sagte gegenüber der Münsterlandzeitung: „Ich stelle immer wieder fest, dass man in der Ahauser Politik schon als Querulant gilt, wenn man nur gegen zwei Punkte ist.“ Die UWG hatte im Februar nicht gegen den Beschluss gestimmt. Die Stadt hielt sich nach Informationen der Münsterlandzeitung mit einer Stellungnahme zu dieser Kritik zurück.

84 Bäume sollen gefällt werden

Zum Hintergrund: Wie Ahaus.jetzt am 25. Juni berichtete, erfordert die Zusammenlegung der Franziskus-Hauptschule und der Realschule im Vestert (zu einer Gesamtschule) große Umbauarbeiten. Eine davon ist die Umgestaltung der Verkehrs- und Außenanlagen. Dafür müssen nach Angaben der Mitglieder der Stadtverwaltung Ahaus insgesamt 84 Bäume gefällt werden.

In einer Pressemitteilung der Stadt hieß es: „Da im gesamten Planungsgebiet viele Bäume stehen, ist es unvermeidbar, in den örtlichen Baumbestand einzugreifen und Bäume zu fällen“. Die ganzen Umbauarbeiten und Baumfällungen haben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr im Februar 2018 beschlossen.

ANZEIGE